
Warum Tiere?
Warum Tiere besondere Begleiter sind
Tiere haben eine besondere Fähigkeit: Sie begegnen Menschen authentisch, urteilsfrei und im Moment. Sie nehmen uns so an, wie wir sind – unabhängig von Aussehen, Herkunft oder Leistungsfähigkeit. Gerade in einer Gesellschaft, die oft von Druck, Geschwindigkeit und Erwartungen geprägt ist, schaffen Tiere Räume, in denen Menschen einfach „sein“ dürfen.

Die besondere Triade: Klient - Tier - Fachkraft
In der tiergestützten Intervention entsteht eine Triade zwischen Klient – Tier – Fachkraft. Diese besondere Konstellation eröffnet Zugänge, die in klassischen Beratungs- oder Therapiesituationen oft verborgen bleiben. Tiere reagieren direkt auf nonverbale Signale, spiegeln Emotionen und Verhalten und machen innere Prozesse dadurch sichtbar und erlebbar.
Wie Tiere wirken
Emotional
Tiere können beruhigen, Stress reduzieren und Gefühle wie Vertrauen oder Freude fördern.
Sozial
Sie erleichtern Kontaktaufnahme, fördern Empathie und stärken das Erleben von Gemeinschaft.
Kognitiv
Im Kontakt mit Tieren können Aufmerksamkeit, Konzentration und Problemlösefähigkeiten verbessert werden.
Körperlich
Bewegung, Sinneswahrnehmung und Achtsamkeit werden auf natürliche Weise angeregt.
„Tiere eröffnen Räume, in denen Menschen sich selbst oft näherkommen als im reinen Gespräch.“
Ressourcenaktivierung
Entscheidend ist dabei nicht allein die Tierart, sondern die individuelle Beziehung zwischen Mensch und Tier. Ob Esel, Schafe, Hühner oder andere Tiere – jedes Tier bringt eigene Qualitäten in die Begegnung ein. Das gemeinsame Erleben im geschützten Rahmen macht Ressourcen erfahrbar, die für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen wertvoll sind.


Tiergestützte Intervention bedeutet daher nicht „Arbeit am Problem“, sondern Arbeit an den Möglichkeiten: Menschen erfahren, dass sie wirksam handeln, Beziehungen gestalten und eigene Stärken entfalten können – begleitet von der Echtheit und Präsenz der Tiere.
Grundsätze und Haltung
Eine professionelle tiergestützte Intervention basiert auf klaren ethischen und fachlichen Leitlinien:
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Arbeiten auf Augenhöhe – sowohl mit den Klient*innen als auch mit den Tieren. Beziehungen werden als Partnerschaften verstanden, die von Respekt und Wertschätzung geprägt sind.
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Artgerechte Haltung und Tierschutz – nur gesunde, gut versorgte und geeignete Tiere kommen zum Einsatz. Ihr Wohlbefinden steht an erster Stelle.
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Fachliche Qualifikation – Grundlage meiner Arbeit ist die Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Intervention (ISAAT-zertifiziert). Ergänzt wird diese durch meine Qualifikationen in psychosozialer Beratung, Selbsterfahrung und stetiger Weiterbildung.
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Qualitätssicherung – ich orientiere mich an den Standards der ISAAT und des Bundesverbands Tiergestützte Intervention e.V. (BTI), dessen Mitglied ich bin. Diese Institutionen legen verbindliche Kriterien für Ausbildung, Tierwohl und fachliche Praxis fest. Regelmäßige Weiterbildung, Supervision und Evaluation meiner Arbeit sichern ein hohes Qualitätsniveau.

„Tiere begegnen uns im Hier und Jetzt – und laden uns ein, das Gleiche zu tun.“
Meine Haltung in der tiergestützten Arbeit
"Ich sehe Tiere nicht als „Werkzeuge“ in der Arbeit, sondern als eigenständige Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Stärken."
Tiere als Partner im Prozess
Sie sind Partner in einem gemeinsamen Prozess, der von Achtsamkeit, Geduld und Respekt getragen wird.
Die Tiere bringen sich mit ihrem eigenen Ausdruck, Verhalten und ihren Grenzen ein – aktiv oder manchmal auch still präsent.
Ressourcen sichtbar machen
Meine Arbeit ist ressourcenorientiert – im Mittelpunkt stehen die individuellen Fähigkeiten und Potenziale der Klient*innen.
Wenn Tiere Rückzug, Nähe oder Grenzen zeigen, entstehen wertvolle Gelegenheiten zur Reflexion und Selbsterfahrung. Diese authentischen Reaktionen machen Beziehungsgestaltung, Empathie und Selbstwahrnehmung unmittelbar erfahrbar.
"Das bewusste Arbeiten mit diesen Momenten kann transformative Prozesse anstoßen – bei den Klient*innen ebenso wie im Zwischenmenschlichen."